Welche Funktionen und Features werden für künftige Versionen vorbereitet?

Modernisiert

Debian-Edu "Sarge"-basiert

Joey Hess, Finn-Arne Johansen und andere arbeiten weiter an einer Sarge-basierten Installations-CD mit allen Profilen. Eine englische Installationsanleitung findet sich im internationalen HOWTO-Abschnitt.

Die bekannten Programme und Werkzeuge werden dadurch in einer zeitgemäßeren Version zur Verfügung gestellt. Darüberhinaus kann für weitere Bedarfsbereiche sehr viel mehr hochqualitative und aktuelle Freie Software ohne Umschweife direkt aus Debian-Archiven installiert werden als bisher.

LTSP

Mit dem im Terminalserver-Profil integrierten LTSP lässt sich bekanntermaßen schwachbrüstige Hardware auch weiterhin als "Thin Clients" verwenden, d.h. als Vervielfacher von Tastaturen, Mäusen und Monitoren für den Terminalserver. Die neue Version (LTSP4) ermöglicht die einfachere, bessere und gezieltere Erweiterung der Thin-Client-Nutzung und -Verwaltung in folgenden Punkten:

Erweitert

Kerberos

Das Kerberos-System erlaubt es, mit nur einer Anmeldung alle Dienste zu nutzen. Dies erhöht natürlich die Nutzerfreundlichkeit, da das Passwort nur einmal pro Sitzung eingegeben werden muss. Gleichzeitig trägt es auch zu mehr Sicherheit bei, weil Passwörter nicht häufiger als nötig über das Netz ausgetauscht werden.

FreeNX

Fabian Franz widmete ein FreeNX-Debian-Paket dem Skolelinux-Projekt. Installationen auf dem LTSP konnten bereits ebenso erfolgreich getestet werden wie Fernsitzungen von Lehrern und Administratoren via DSL.

Lessdisks

Es wird daran gearbeitet, LTSP durch Lessdisks zu ergänzen. Damit kann mittelmässige bis hin zu leistungsfähiger Hardware statt als Thin Client auch automatisch als "Diskless Client" genutzt werden. Im Diskless-Client-Modus nutzt das Terminal komplett die lokalen Ressourcen (CPU, Peripherie usw.) ausser der Festplatte, die -- wie gehabt -- überflüssig ist.

Alle Anwendungen laufen lokal auf dem Client. So kann z.Bsp. -- entsprechende Hardware vorausgesetzt -- mit anspruchsvollen Multimedia- und 3D-Anwendungen gearbeitet werden, ohne den Terminalserver oder das Netzwerk zu belasten. Trotzdem bleibt die zentrale Administration und Programmpflege -- wie schon von den Thin Clients gewohnt -- erhalten.

Abgelöst

Cerebrum statt LDAP

Cerebrum wird LDAPs bisherige Rolle als zentrale Benutzerdatenbank ablösen. LDAP wird weiterhin als Informationsdienst fürs Netzwerk verwendet, dabei aber die Benutzerkonfigurationsdaten von Cerebrum erhalten.

Durch Cerebrum wird es möglich, zusätzlich zur bisher verwendeten Authentifizierung über PAM/LDAP auch weitere Methoden wie Kerberos (s.o.), Lan Manager (MS 9x--NT, OS/2), Active Directory (W2k ff.) und Apple (Mac OS classic) direkt zu unterstützen.

Auf diese Weise werden mehrfache Datenhaltung für die Benutzerkonfiguration und übermäßig komplexe Strukturen in der LDAP-Datenbank unnötig. Die anderenfalls damit einhergehenden Probleme bei der Administration & Nutzung werden von vornherein vermieden. Auch die Authentifizierung über mit Einschränkungen verbundene Umwege mittels entsprechender [Netzwerk-]Dateidienste kann entfallen.

AFS statt NFS + SMB/CIFS

AFS als wirklich skalierbares, sicheres und verlässliches Netzwerkdateisystem wird NFS und SMB/CIFS in ihrer bisherigen Funktion der Bereitstellung von Nutzerdaten ($HOME) ablösen. Im Zusammenhang mit LTSP wird natürlich weiterhin NFS verwendet und die generelle Anbindung von Windows-PCs geschieht auch weiterhin mittels Samba.

Anmerkung: Dies ist eine sehr umfassende Änderung; es wird mit einigen Monaten für die Integrationsarbeit und die dazugehörigen ausgiebigen Test gerechnet. D.h. diese Arbeit hat schon begonnen, wird sich aber noch eine Weile hinziehen.


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Ausblick (zuletzt geändert am 2013-11-03 12:10:29 durch anonym)

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